

Kaum ist Weihnachten vorbei, geht es los mit dem Karneval. Bereits am ersten Freitag und Samstag im Januar geht in Mackenbach die Post ab. Und es gibt eine Besonderheit auf die man stolz ist und im Rheinland fast unmöglich wäre. Der Reihe nach: Wo liegt Mackenbach? Dieser kleine Ort im deutschsprachigen Raum von Belgien in der Nähe von Saint Vieth, ist etwa so anzusehen, wie das kleine Dorf in Gallien das von den Römern besetzt ist, aber hier bezieht man es wirklich auf komplett Ostbelgien. Und dort finden die ersten Sitzungen des Jahres statt. Eine Mädchensitzung am Freitagabend und Samstagmorgen die Herrensitzung. Wo sind die Unterschiede zu sehen? Eigentlich gibt es kaum Unterschiede. An beiden Tagen stehen etliche Pittermännchen auf den Tischen (diese wurden extra aus Deutschland „eingeflogen“) und alle haben Bock zu feiern. Nur in Sachen der Kostüme liegen die Mädels ganz weit vorne, denn im Gegensatz zu ihnen kamen die Männer in zivil, aber auch sie wollten feiern. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch.
Bernhard Klinkenberg, im Jahr 1930 geboren, begeisterte sich schon früh das Theater und das obwohl seine Eltern dagegen waren. Sie hatten für ihn andere Pläne und deshalb musste er bereits in den 50er Jahren die ihm angebotene Stelle als Leiter der Puppenspiele absagen.. Seine damaligen Schauspiellehrer Franz Göbels und Karl Steinbach von der freien Volksbühne Köln konnten ihn aber dennoch für die kölsche Bühne überzeugen.
Irgendwie war ein leichtes Kribbeln bei allen Beteiligten zu spüren. Anfang der Woche spielten sie noch auf dem Weihnachtsmarkt am Rudolfplatz eine Mischung von Leev Marie und Halleluja, gestern Abend aber wurde der Schalter komplett auf Weihnachten umgelegt. Mal besinnlich – mal heiter war es gestern in der Aula des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums in Rösrath. Fast 3 Stunden sorgten die Musiker dafür, mal vom Alltag abzuschalten und sich auf die besinnlichen Tage einzustellen.
Was für ein Jahr in der kölschen Musikszene. Hartmut Priess von den Bläck Fööss spielt heute abend seinen letzten Auftritt in der Lanxess-Arena. Die Höhner wechseln ihren Schlagzeuger aus, seit November 2018 ist Heiko Braun neues Bandmitglied. Ur-Hohn Peter Horn, der seit den letzten 10 Jahren mit FM Willizil als Kölschfraktion unterwegs war, kündigt Aschermittwoch 2020 seinen Rückzug aus dem Musikgeschäft an. Im März 2018 lösten sich die Altreucher nach über 10 Jahren auf. Die Domstürmer präsentieren nach dem Wechsel von Hanz Thodam zu den Bläck Fööss, Alex Klaus als neuen Bassmann. Räuber Torben Klein kündigt die Zusammenarbeit mit den Räubern zum Ende der Session 2018/2019 auf.
Das hätte sich die Grosse von 1823 wohl vor 6 Jahren nicht erträumt das diese Veranstaltung so einschlägt. Von dem Treiben am 11.11. auf dem Heumarkt inspiriert, dachte man sich, wir wollen wieder eine Sessions Eröffnung wo Kölsche mit ihren Familien hinkommen und friedlich miteinander feiern. Das dieses Konzept, mit Eintritt, so einschlägt, hätte man in den kühnsten Träumen nicht gedacht. Mittlerweile fand die Eröffnung am Tanzbrunnen bereits zum sechsten Mal statt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Mit 11.111 Besuchern war der Tanzbrunnen wieder einmal restlos ausverkauft.
Die Session kann kommen. Der letzte Präsentationsabend ist gelaufen und bleibt bei einigen wohl noch lange im Gedächtnis. Zum einem für Walter Schweder (2 Schlawiner), Peter Kercher und für die gute Seele des Infostandes Grete Schäning. Sie wurden für ihre Verdienste beim Stammtisch und für den Kölner Karneval zu Ehrenmitgliedern ernannt. Aber auch Jürgen Beckers wird diesen Abend wohl lange in Erinnerung halten, denn vor seinem Auftritt war er sehr nervös. Dies legte sich aber spätestens nach dem er für seinen Vortrag stehende Ovationen erhielt. Er hat in diesem Jahr das Motto „Uns Sproch es Heimat“ angenommen und darüber seinen Vortrag abgehalten, wie unterschiedlich doch die Sprache in Aachen, Köln und Düsseldorf sei.
Volles Haus im Maritim beim Präsentationsabend des Klub Kölner Karnevalisten. Und die fast 1100 Gäste wurden nicht enttäuscht denn der KKK hatte ein tolles Programm mit einigen Highlights zusammengestellt. Hier erwartet man keine „Nachwuchskräfte“ sondern gestandene Künstler. Die Domstürmer und Frau Kühne drehten das Maritim auf links und bekamen für ihre Auftritte viel Applaus und Ingrid Kühne war sichtlich gerührt als sie stehende Ovationen erhielt.
Neuer Veranstaltungsort - neue Künstler? Ja und nein. Der Umzug von der Wolkenburg ins Dorint an der Messe war bewusst gewählt, denn man wollte wieder auf die rechte Rheinseite, da wo der Kreis rheinischer Karnevalisten auch beheimatet ist und man tat gut daran, denn das Dorint wirkt wesentlich gemütlicher. Und wer den KrK kennt, weiß das es schon immer ein Problem mit guten Bands und Rednern gibt, deshalb war das Programm in diesem Jahr sehr Tanzgruppenlastig, was aber auch gut war, denn die einzelnen Tanzgruppen konnten allesamt mit ihren Darbietungen punkten und überzeugen. Insgesamt 8 Tanzgruppen präsentierten sich einem gut aufgelegtem Publikum. Die vielen Tanzgruppen sorgen auch derzeit auch dafür das es einen Aufnahmestopp gibt und so konnten auch die Neulinge ihre Tänze zeigen. Bereits zu Beginn erklärten Albert Terfloth und Axel Höfel, das ein Vorstellabend zur Tradition des Karnevals gehöre und man auch daran festhalten werde. Und deshalb eröffnete der Musikzug der KG Kölsche Preußen auch den Nachmittag, den sie sind neu beim KrK und brachten mit ihrer Musik, die Zuschauer in Schunkelstimmung.
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