Volles Haus im Maritim beim Präsentationsabend des Klub Kölner Karnevalisten. Und die fast 1100 Gäste wurden nicht enttäuscht denn der KKK hatte ein tolles Programm mit einigen Highlights zusammengestellt. Hier erwartet man keine „Nachwuchskräfte“ sondern gestandene Künstler. Die Domstürmer und Frau Kühne drehten das Maritim auf links und bekamen für ihre Auftritte viel Applaus und Ingrid Kühne war sichtlich gerührt als sie stehende Ovationen erhielt.
Aber auch Druckluft haben sich in den letzten Jahren enorm gesteigert und konnten mit Musik und Show vollends überzeugen, ebenso wie die Neulinge beim KKK die Showtanzgruppe High Energie, die eine tolle Show mit ihrer Geschichte „Auf dem Rummel“ boten.
Auch Harry & Achim haben dieses Jahr zugelegt, während der Landmetzger Mac Kalenberg, obwohl er sich mit Gitarrist Gino Trovatello verstärkte bekam er nur mäßigen Applaus. Was Annegret mit ihren „Häbäät“ so alles erlebt erzählte sie in ihrem Vortrag. Hier gibt es noch eine Rednerin die mit schönem Kölsch daher kam, das gefällt, denn uns „Sproch es Heimat“, sie verkörpert die Sprache. Auch in diesem Jahr kam wieder die Feuerwehr auf die Bühne, denn Kresse war wieder da und erzählte in gewohnter Form was so alles bei der Feuerwehr passiert.
Seit 20 Jahren sind die Boore auf den Bühnen schon unterwegs und überzeugen jedes Jahr auf’s neue, so auch 2018. Und auch die Filue, die mittlerweile 30 Jahre auf der Bühne sind und für den traditionellen Karneval stehen, bleiben ihrer Linie treu und setzen auch auf ruhigere Töne und Titel, vor allem was die Ballade „Leev Mamm“ angeht.
Eigentlich dürften sie auf keiner kölschen Sitzung fehlen, die Fidele Kölsche, mit ihrem Gesang halten sie die Tradition, das mit dem ganzen Publikum zusammen gesungen wird, hoch. Schön wenn man mal wieder alte Melodien hört, die schon fast vergessen sind. Die moderneren Titel nur mit 2 Trompeten zu spielen, das ist die Kunst der jungen Trompeter. Es gibt keinen Saal den sie nicht zum stehen bringen und wo mitgesungen wird.
Wer die Wahl hat hat die Qual, das trifft auch auf die Tanzgruppen zu und im diesem Jahr konnten die Schlebuscher und das Tanzcorps Colonia Rut Wiess die Gäste von ihrem Können überzeugen und zeigten einmal mehr warum sie in diesem Jahr auf den Vorstellabend durften. Das Dellbröcker Boore Schnäuzer Ballett durfte gleich zu Beginn des Abends ran und wurde gesanglich umrahmt von Winni Lombardo, Tommy Walter, Caludia Roland und Peter Schmitz Hellwing und damit zeigte der Klub Kölner Karnevalisten wie vielseitig der kölsche Karneval sein kann, für jeden ist etwas dabei. Die Literaten sollten dieses vielfältige Angebot auch nutzen, denn wenn man auch nicht unbedingt in der ersten Liga steht, haben sehr viele Künstler das Potenzial „oben mitzuspielen“, wenn man sie dann lässt.