Et es bal nit mih wohr, sulang es dat her - doch die Erinnerung fällt uns janit schwer. De Zick läuf su schnell, mer kritt et nit mit. De Hoor sin jet köter, un d'r Buch weed jet dick.

Diese Textzeile des Paveier Titels beschreibt es eigentlich ganz schön. Zum Jahrtausendwechsel hätte ich nicht gedacht, das ich jetzt gut 20 Jahre später, an diesen Zeilen arbeiten würde. Was war eigentlich der Grund für „Jeck op Kölsch“? Gedacht war es als Informationsportal mit dem Hauptaugenmerk auf die kölsche Musikszene. Berichte über Bandveränderungen, Rezensionen, Bandauflösungen und neu gegründete Bands.

Wieviel Bands habe ich in all den Jahren kommen und gehen sehen. Mal kamen die Infos von den Bands selber mal hat man etwas gehört. Ich war auf Konzerten, Veranstaltungen, CD Präsentationen und Vorstellabenden. Dort wurde ich am Anfang von den professionellen Kollegen der schreibenden Zunft beäugt, nach dem Motto: „Was will der denn mit seinem Onlineportal und er ist ja auch kein Journalist“. Stimmt, das bin und war ich nie und wollte es auch nicht. Ich wollte immer frei von allem sein und habe immer meine ehrliche Meinung gesagt. Im Laufe der Jahre haben mich die Kollegen der Presse akzeptiert und mich sogar manchmal um Rat gefragt. Das hat mich schon etwas stolz gemacht.

Im Laufe der Jahre hat sich aber vieles geändert. In der Hauptsache die neuen sozialen Medien haben dafür gesorgt dass sich dort viele Bands angesiedelt haben um neueste Informationen schnell und mit großer Reichweite zu verbreiten. Demzufolge kamen die Infos dann erst später bei „Jeck op Kölsch“ an. Aber auch privat hat sich viel in den Jahren geändert. Ich habe JoK immer als Hobby betrieben und kein Geld dafür bekommen, sondern eigentlich nur investiert in Zeit und Geld, aber das habe ich gerne gemacht. Durch private und berufliche Veränderungen in den letzten 4 Jahren, fiel es mir immer schwerer Veranstaltungen zu besuchen und darüber zu berichten und irgendwann war die Luft raus. Und wie es so ist, wenn man keine Zeit und Lust mehr hat das ganze am laufen zu halten, ist es besser einen Schlussstrich zu ziehen. Und so habe ich mich entschlossen „Jeck op Kölsch“ einzustellen und Danke zu sagen.

Namentlich möchte ich eigentlich niemanden erwähnen, denn es waren so viele Leute, die mich im Laufe von fast 2 Jahrzehnten unterstützt haben. Ich sage danke an die Kollegen der schreibenden Zunft, den Vereinen und Gesellschaften für ihre Einladungen, den Leuten die regelmäßig die Berichte gelesen haben, aber vor allem den Bands und Künstlern die ich in der Zeit kennenlernen durfte und bei einigen sind richtige Freundschaften entstanden, die auch hoffentlich nach Jeck op Kölsch Bestand haben werden. Vor allem geht aber ein dickes Danke an meine Familie, die mich immer unterstützt hat und mir teilweise den Rücken freigehalten hat, ohne sie hätte ich das Ganze nicht betreiben können.

Ich lasse Jeck op Kölsch mit einem lachendem und einem weinenden Auge zu Ende gehen und überlasse den anderen das Feld.