Neuer Veranstaltungsort - neue Künstler? Ja und nein. Der Umzug von der Wolkenburg ins Dorint an der Messe war bewusst gewählt, denn man wollte wieder auf die rechte Rheinseite, da wo der Kreis rheinischer Karnevalisten auch beheimatet ist und man tat gut daran, denn das Dorint wirkt wesentlich gemütlicher. Und wer den KrK kennt, weiß das es schon immer ein Problem mit guten Bands und Rednern gibt, deshalb war das Programm in diesem Jahr sehr Tanzgruppenlastig, was aber auch gut war, denn die einzelnen Tanzgruppen konnten allesamt mit ihren Darbietungen punkten und überzeugen. Insgesamt 8 Tanzgruppen präsentierten sich einem gut aufgelegtem Publikum. Die vielen Tanzgruppen sorgen auch derzeit auch dafür das es einen Aufnahmestopp gibt und so konnten auch die Neulinge ihre Tänze zeigen. Bereits zu Beginn erklärten Albert Terfloth und Axel Höfel, das ein Vorstellabend zur Tradition des Karnevals gehöre und man auch daran festhalten werde. Und deshalb eröffnete der Musikzug der KG Kölsche Preußen auch den Nachmittag, den sie sind neu beim KrK und brachten mit ihrer Musik, die Zuschauer in Schunkelstimmung.
Durch die vielen guten Tanzgruppen, gab es relativ wenig Redner und Gesang. Qualitativ eingebüßt hatte Paul Posthorn der in diesem Jahr nicht ganz so stark war, wie in den Jahren zuvor. Nach einer Auszeit von einigen Jahren meldete sich auch Moped Manni wieder zurück. Auch er konnte mit seinen zum Teil alten Witzen, die man schon vor 6 Jahren gehört hat nicht überzeugen. Auch seine Anspielungen auf eine Agentur und Marc Metzger blieben ohne große Lacher. Der Mann mit dem roten Klavier, ne joode Jung, ist nichts für die riesen Säle, aber mit seinem Prgramm kann er den Anspruch bei kleineren Sitzungen voll erfüllen. Zwischen den großen und kleinen Säle schwebt die Domstadtbande.
Durch ihren neuen Frontsänger Rob Reden, der Tom Kratzer im Juni diesen Jahres abgelöst hat, versuchen sie sich wieder stärker ins Gespräch zu bringen und das scheint ihnen mit dem Sessionstitel „Uns Sproch es Heimat“ durchaus zu gelingen. Etwas aus der Reihe „tanzt“ die Band Mundgerecht mit ihrem ausgeflippten Keyboarder Nils Eingrüber. Am Anfang mag es zwar noch lustig sein, aber irgendwann ist es einfach zu viel. Die Knollis, Kölns älteste Boyband, haben dieses Jahr mit der Ballade „Kölle ich kumm zoröck noh dir“ und einer Coverversion von Whisky in the Jar „Do bes noch jar nit dran“ zwei sehr schöne Titel im Programm.
Die Tanzgruppen im Einzelnen die sich präsentierten:
Ühlepänz; Jugendtanzgruppe kölsche Greesberger; De Höppebeencher; Tanzgruppe Blaue Jungs; Tanzcorps Kölsche Domputzer; Rheinsches Tanzcorps Echte Fründe und Kölsche Greesberger
Fazit: Tolle Tanzgruppen aber in den Bereichen Musik und Rede ist noch Luft nach oben