Das hätte sich die Grosse von 1823 wohl vor 6 Jahren nicht erträumt das diese Veranstaltung so einschlägt. Von dem Treiben am 11.11. auf dem Heumarkt inspiriert, dachte man sich, wir wollen wieder eine Sessions Eröffnung wo Kölsche mit ihren Familien hinkommen und friedlich miteinander feiern. Das dieses Konzept, mit Eintritt, so einschlägt, hätte man in den kühnsten Träumen nicht gedacht. Mittlerweile fand die Eröffnung am Tanzbrunnen bereits zum sechsten Mal statt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Mit 11.111 Besuchern war der Tanzbrunnen wieder einmal restlos ausverkauft.
Bereits um 7 Uhr standen die ersten kostümierten Jecken vor dem Eingang und warteten gespannt auf Öffnung der Tore. Die ersten Reihen waren bereits um 9 Uhr mit Familien und ihren Kindern besetzt. Durch 2 riesige Großbild-Leinwände war auch dafür gesorgt, das man im hinteren Bereich des Tanzbrunnen, die Größen des Kölschen Karnevals zu erkennen. Insgesamt 23 Programmpunkte inclusive designiertem Dreigestirn und beiden Tanzgruppen der Großen gaben sich quasi ab 10 Uhr die Klinke in die Hand. Begonnen hatte der Grand Seigneur Ludwig Sebus und der 93-jährige zeigte sich fit wie eh und je und wurde vom Publikum gefeiert.
Und das war erst der Auftakt. Es gab keinen der nicht mit viel Applaus beklatscht wurde. 8 Stunden Programm waren angedacht, eine lange Zeit für diejenigen die in der ersten Reihe standen. Der Moderator Linus stellte nach gut der Halbzeit fest, das viele noch nicht mal den Platz verließen um die reichlich aufgestellten Toiletten aufzusuchen. Und für Familien mit Kleinkindern war dieses Jahr ein von den Johannitern betriebenes Wickel-Zelt für die Kleinen aufgestellt worden. Für essen und trinken gab es reichlich Stände, so dass eigentlich keiner durstig oder hungrig nach Hause gehen musste. Auch wenn einige die hohen Preise kritisierte, muss man die Große in Schutz nehmen, denn sie hatten keinen Einfluss darauf weil die Stände nicht von Ihnen waren. Bis zum späten Nachmittag, wo Regen einsetzte, war auch der Biergartenbereich und nebenan eine Hüpfburg und Karussell im hinteren Bereich gut besucht.
Jedes Jahr nimmt sich die Gesellschaft die Kritiken der Besucher zu Herzen und versucht dies im nächsten Jahr besser zu machen. Bereits jetzt versucht man auch für nächstes Jahr noch einiges besser zu machen um den friedlich feiernden Jecken einen noch schöneren „Grossen kölschen Countdown“ zu bieten.
Und weil das Konzept so aufgeht, sind bereits die ersten Frühbucher Tickets für 11 Euro bereits ausverkauft. Ab jetzt gibt es die Tickets für ein fast 9-stündiges non-stop Programm für 25€.
Fründe fiere Fastelovend so dass Motto der „Grossen“ und dies ist eine Veranstaltung die echt kölsch mit Stil und Niveau ist.