

Udo Wermelskirchen bezeichnet seine Kneipe selbst als „Gürzenich von Bergisch Gladbach“. Im Schatten vom Schloss Bensberg fand am Sonntag die 11. Kneipensitzung im Gasthaus Wermelskirchen statt. Was vor vielen Jahren aus einer Bierlaune entstand, gehört heute zum festen Bestandteil des ehemaligen Kaffeehauses.
Morgens hatte er noch die Kochjacke an, die er dann um kurz vor 11 Uhr gegen ein schwarzes Jackett tauschte. Literat, Moderator und Gästebetreuer alles liegt in seiner Hand, unterstützt wird er im Hintergrund von seiner Frau Diana und sie haben alle Hände voll zu tun, den Tische und Bänke müssen früh morgens aufgebaut werden, denn es sollen ja alle Gäste sitzen können, der Rest steht dann an der Theke.
Sonntagmittag im Bergischen. Während die einen Karnevalisten von Auftritt zu Auftritt hetzen, planen andere Künstler gekonnt Pausen in ihren Auftrittsplan ein. Ingrid Kühne bewies in diesem Fall ein gutes Händchen. Nach ihrem Auftritt im Gasthaus Wermelskirchen, bei Udo Wermelskirchen, blieb noch Zeit für eine Portion Pommes mit Schnitzel.
Sie war die Geierwally, spielte die Oma im Räuber Hotzenplotz, war jahrelang die Lisa Pawelczik bei den Anrheinern und stand als Frau Bollmann im Millowitsch Theater auf der Bühne. Jetzt hat die mit-60erin ihre Autobiografie auf den Markt gebracht und beschreibt dort ihr Leben als Gastronomie Tochter.
Zum zweiten Mal hat sich die Bürgergesellschaft von 1863 und die KG Die Isenburger zusammengetan und die Kostümsitzung im Dorint an der Messe veranstaltet. Wenn man als kleine Gesellschaft die Kosten für eine Veranstaltung nicht mehr alleine stellen kann, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man lässt es sein oder man tut sich mit einer anderen Gesellschaft zusammen. So haben es die beiden 2018 erstmals gemacht und weil das zwischen den Gesellschaften so gut klappte hat man dies auch 2019 gemacht.
Diese Frage hört man in Verbindung mit Kölscher Musik heute immer wieder. Die Antwort ist einfach: „Enä, muss et nit“. Andreas Münzel (Piano / Gesang), Jonas Heider (Percussion / Gesang) und Richard Hunsdorf (Gitarre/ Gesang) wollen den Beweis antreten. Im Zug ihrer Veranstaltungsreihe „...dat es wie Kölle klingk!“ präsentieren sie das Konzert „Höösch jesunge“ im schönen Brauhaus „Goldener Kappes“.
Im Jahr 2012 traten sie beim Literarische Komitee auf und wurden dort vom damaligen Leiter Karl Becker mit den Worten „Sie gehören mit zu den Besten gehöre, was der Karneval zu bieten hat“ angekündigt. 2 Jahre zuvor hatte sich die Band Papalapap um Frontmann Rafael Sauer gegründet. Es folgten im Laufe der Jahre Titel wie „Heimatjeföhl“, „Fründe“, „Mer levve hück“ und mit der Sparkasse zusammen entstand auch der Titel „Für üch do“.
Die Session hat gerade erst begonnen und man sieht die Bandmitglieder der Domstürmer immer mit einem lachenden Auge durch die Säle ziehen. Aber Alexander Klaus, neuer Mann am Bass, strahlt derzeit besonders. Denn der 47 jährige gebürtige Freiburger ist vor 10 Tagen zum ersten Mal Vater geworden.
Seit fast 25 Jahren findet im Januar die traditionelle Wagenübergabe an Karnevalisten statt. Als „Gegenleistung“ treten die Künstler dann bei der Sitzung auf. Bis vor einigen Jahren fand diese Übergabe noch im Haupthaus vom Autohaus Laukat statt, aber nachdem es immer voller wurde, wechselte man auf die andere Straßenseite in die größere Wagenhalle. Und auch in diesem Jahr waren die Besucher bestens gelaunt und freuten sich auf ein tolles Programm.
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