Es geht wieder los. Das ganze Jahr über wurde geprobt, getanzt, geschwitzt um auf dem Vorstellabend der KAJUJA die bestmögliche Leistung zu präsentieren. Insgesamt 5 Tanzgruppen, davon 3 Kindertanzgruppen (Dillendöppcher, Strundepänz und Rheinmatrosen Minis), durften am Freitag auf die Bühne des Theaters am Tanzbrunnen. Und man konnte feststellen dass sie die monatelange Arbeit ausgezahlt hat. Jede Tanzgruppe (Harleqiuns & Rheinmatrosen) war in ihrer Art sehr gut aufgestellt. Und das es auch einmal etwas leiser sein darf bewies vor dem offiziellen Beginn Helmut Wiemer der nur mit seiner Gitarre und den 3 Kindertanzgruppen im Hintergrund für eine tolle Einstimmung auf einen langen Abend sorgte.
Das die KAJUJA sieht sich nicht als reine Karnevalistenvereinigung sieht, sondern eher als Talentschmiede für junge Künstler. Allerdings griff man im Bereich Rede auf „altgediente“ Kräfte zurück. Ob Sitzungspräsident Volker Weininger, der stehende Ovationen erhielt,, Knubbelisch vum Klingelpütz oder Bauchredner Gérard mit seinem beiden Puppen Emilio & Richy, sie alle sind quasi schon alte Hasen im Geschäft.
Und deshalb gab es den Hauptaugenmerk im Bereich der Musik. Gleich 8 Bands buhlten um die Gunst der 1100 Gäste im restlos ausverkauften Theater am Tanzbrunnen. Und hier bewiesen vor allem 3 Bands, die unterschiedlicher nicht sein konnten, das sie ein großes Potenzial haben.
Planschemalöör
Rumtreiber
Planschemalöör erhielten für ihren Surf-Pop op Kölsch stehende Ovationen. Die neue Formation Stadtrand um Frontsänger Roman Lob, der bekanntermaßen schon beim ESC aufgetreten ist und die Rumtreiber mit einer Mischung von Santiano und leicht angehauchter mittelalterlichen Musik zeigten den alten Hasen, Fiasko, Cöllner und Kölschraum, das man mit Ihnen in Zukunft rechnen muss. Die Stadtrebellen mit Dennis Kleimann erinnerten beim ersten Titel sehr an Jürgen Zeltinger, bei dem Kleimann seit 2014 in der Band spielt. Kelimann hat zur Ausrichtung in einem Interview gesagt: “Bei uns darf es auch mal laut und deftig werden. Ob dies bei den Literaten auch so aufgenommen wird, bleibt abzuwarten.
Cöllner
Alles in allem ein sehr musiklastiger Vorstellabend, der wieder einmal mehr zeigt, dass es gerade im Bereich Nachwuchsredner sehr hapert und wir eine vielfältige Auswahl an Musik haben.