Altbewährtes und neues gab beim Vorstellabend des Krk am vergangenen Wochenende im Dorint an der Messe. Über mehrere Auswahlabenden konnten sich Redner, Musiker und Tanzgruppen für den Vorstellabend „qualifizieren“. Wie bereits in den letzten Jahren war das Augenmerk auf die Tanzgruppen gelegt. Redner- und Musiker sind in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund gerückt.
Den Auftakt bestritten die Ihrefelder Cheyenne mit ihrem Musikzug die neu bei Köln’s ältester Vereinigung sind. Das Bild und die Musik die sie boten, kam gut an beim Publikum.
Viel Applaus bekamen auch die Ühlepänz, die Jugendtanzgruppe der Gr. Höhenhauser KG Naaksühle, und dies war nicht nur der sogenannte Kinderbonus. Auch beide Tanzgruppen der Greesberger bekamen ihren verdienten Applaus. Beide Tanzgruppen zusammen waren über 50 Mädchen und 25 Jungs, also da scheint es keine großen Nachwuchssorgen zu geben.
Auch die Blauen Jungs der Lövenicher KG sind schon seit Jahren beim KrK und bieten immer eine tolle Leistung mit Tanz- und Wurfformationen. Etwas aus dem Rahmen fallen da die Höppebeenche. Bei ihnen sieht man nicht nur die klassischen Tänze denn sie bieten auch Gardetanz, was das ganze sehr auflockert.
Für einen Vertreter der „leisen Töne“ braucht man ein ruhiges und aufmerksames Publikum. Dies hatte Harald Voß auch vorgefunden. Herrlich seine kölschen Leeder und Krätzjer, hier muss man zuhören können damit man alles mitbekommt. Bei seinem Titel „Nüggelsfööss“ gab es Zwischenapplaus und mit der Pissnummer nimmt Voß sich selber auf den Arm. Dat es Karneval!!!
Harald Quast und seine Marie, seit einigen Jahren jetzt dabei stellt musikalisch fest, dass er keine Kölsche ist. Das ist aber nicht tragisch, denn für kleinere Sitzungen ist der joode Jung kein Fehlgriff. Neu dabei ist die Rotznas, Jens Büttemeyer. Er geht nur mit Gitarre (wahlweise auch Flitsch oder Ukulele) auf die Bühne und bringt seine eigenen Lieder zum Besten. Seit 3 Jahren ist er aktiv und neu im KrK.
„Letztes Jahr bin ich so richtig auf die Fresse gefallen“, so äußerte sich Henning Schmiing im Vorfeld. Dieses Jahr wollte er es besser machen und hat seine Type Moped Manni etwas überarbeitet. Weg von der Rockerjacke hin zu Brokat und weg vom Moped, jetzt fährt er einen E-Scooter. Auch inhaltlich schlägt er einen neuen Weg ein. Er geht mit seinen Witzen nicht mehr unter die Gürtellinie, als Gast sollte man jetzt zuhören, denn Greta, Brexit und das Wetter mit seinem trockenem Sommer sind jetzt sein Thema. Moped Manni goes Öko. Ansatzweise gut und Luft nach oben ist auch da. Ebenso bei Paul Posthorn, war er noch im ersten Jahr der Durchstarter, hapert es seit letztem Jahr bei seiner Rede. Irgendwie fehlt die Spritzigkeit.
Den Abschluss bestritten Brass on Spass aus Eschweiler. In Köln könnte die Stimmungs-Big Band Schwierigkeiten bekommen, denn die Sessionstitel der Räuber, Klüngelköpp, Brings und Miljö hört man in Köln oft genug von den Bands selber. Im Kreis Düren, Eschweiler sind sie sicherlich angesagter und besser aufgehoben.
Bei der Domstadtband hat man sich auch ins Zeug gelegt. Der erste neue Titel „Die Naach is vorbei“ klingt sehr Irish-Folk-mäßig (keine Covernummer) und regt zum schunkeln an. Ohrwurm Charakter hat der Titel Annalena. Damit konnten die Bandidos voll punkten und überzeugen.
Nach dem Fiasko vom letzten Jahr mit der Saalkapelle hatte man die Saalkapelle Manfred Krombach verpflichtet und hat damit einen sehr guten Fang gemacht. Tolle Kapelle die sogar vor Beginn des Vorstellabends mit dem musikalischen Leiter der Blauen Jungs die Titel der Tänze durchgespielt hat.