Gestern Abend fiel in der Brasserie alles Kolör der Startschuss für die wohl größte Tour der Krageknöpp in ihrer Geschichte. In der gemütlichen Wohnzimmer Atmosphäre präsentierten die Krageknöpp ihr neues Programm.

Es war etwas ruhig um die Band in den letzten 2 Jahren geworden, dies hatte aber einen einfachen Grund wie uns Thomas Mosbach verriet: „Seitdem wir mit Marco Dierks im Jahr 2017 einen neuen Frontmann haben, wurde überlegt wie wir weitermachen. Wir haben nach einigen Gesprächen unsere Neuausrichtung festgelegt und sind in den letzten 2 Jahren zu einer Einheit gewachsen, und wissen alle was und wohin wir wollen“.

Und die Neuausrichtung stellte die Band, die in ihr 45. Jahr geht, gestern eindrucksvoll unter Beweis. Einen Querschnitt aus über 40 Jahren Kölscher Musik der gut ausgewählt war. Im Laufe der Jahrzehnte entstanden weit über 300 Titel und da galt es einen guten Mix zu finden. Dies ist der Band, die gestern durch Saxofonist Volker Zimmer unterstützt wurde, gelungen.

Das aktuelle Sessionsmotto „Et Hätz schleiht em Veedel“ war der Ideengeber für die umfangreichste Tour in der Bandgeschichte. „Wir haben uns viel vorgenommen“, erzählt Keyboarder Thomas Mosbach. „86 Konzerte in dieser Zeitspanne – zusätzlich zum normalen Pensum und unseren Jobs. Das ist eine Ansage!“. Dennoch ist die Band entschlossen und motiviert, die Mission zu erfüllen.

„Eine Herzensangelegenheit“ nennt Björn Dittrich das Projekt. Denn der Gewinn aus den Konzerten kommt der Jecke Öhrcher KG zu Gute. Der Verein steht für gemeinsame karnevalistische Aktivitäten von Menschen mit und ohne Hörschädigung. „Wir wollen nicht nur für die spielen, die unsere Konzerte hören“, ergänzt der Gitarrist aus dem südöstlichen Teil von Köln (Sankt Augustin).