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KAJUA eröffnet den Reigen der Kölner Vorstellabende PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 01. Oktober 2011 um 15:11 Uhr

Während bei Außentemperaturen von 24 Grad noch die letzten Sonnenanhänger ihre Runden drehten, waren um 19 Uhr die ersten Gäste im Theater am Tanzbrunnen bereits am schunkeln. Ein untrüglichen Zeichen dafür, das die Kölner Vorstellabende in Köln beginnen. Mit 5 minütiger Verspätung starte die KAJUJA mit ihren Mitgliedern in den Vorstellabend. Den Auftakt machten Jeckediz aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, die von Loss mer singe den Förderpreis erhielten. Sie brachten mit ihrem Titel die rund 500 Gäste bereits in die erste Karnevalsstimmung.

Die Pänz von Gereon, in diesem Jahr 3x11 Jahre auf der Bühne, unter der Leitung von Hans-Georg Passmann, hatten in diesem Jahr nur 6-7 Proben um ihr Programm auf die Beine zu stellen. Dies ist Ihnen auch gelungen auch wenn die 20 Pänz mit ihrer Darbietung nicht ganz so stark waren wie im letzten Jahr. Aber sie bewiesen einmal mehr, das sie durchaus einen festen Platz im traditionellen Karneval haben, denn sie karikieren Kölner Geschehen mit Witz und vor allem mit viel Herz. Ob KVB, oder der verzweifelte Versuch eines FC-Fans die Meisterschale zu ergattern, bei den Pänz kommt der Lokalkolorit nicht zu kurz.

Im letzten Jahr hatte der Kölsche Harry seine Premiere bei der KAJUJA. Bei dem Titel „Wo sind die Hände“ wurde er von 2 jungen Damen unterstützt die die Literaten aufforderten doch aktiv mitzumachen, was nur zum Teil gelang. Mit Playback vom Band unterstützt durch Harrys Gitarrenspiel konnte er mit dem witzigen Titel „Sach nie Helau“ punkten und die Leute zum lachen anregen. Weniger Glück hatte dagegen Axel Höfel als der Kölsche Köbes. Seine Witze waren teilweise flach und kamen bei den Literaten und Präsidenten nicht an. Dass bei seinen Auftritten im Bergischen und Bonn die Gäste vom Hocker fallen (so steht es in der Beschreibung seiner Type) konnte gestern in Köln nicht festgestellt werden.

Auch nach einer sehr kurzen Zeit im Kölner Karneval konnte der Tuppes vom Land Jörg Runge, in diesem Jahr mit seiner Rede vollends überzeugen. Wer im letzten Jahr bei ihm glaubte, es sei keine Steigerung bei seiner Reimrede möglich, wurde eines besseren belehrt. Für seinen Beitrag, die sehr viel Aktuelles enthielt, erntete er zu Recht stehende Ovationen. Hier wächst wieder ein Redner heran, der viel Glanz in die Säle bringt.

Ein weiteres Highlight waren die Zwei Hillije. Auch hier geht es wieder zurück zu den Wurzeln des Kölner Karnevals. Sie möchten eigentlich nicht in die großen Säle Kölns, sie sehen sich eher im Kneipen- und Pfarrkarneval. Dieser Schritt wird gelingen, denn hier stehen keine Neulinge auf der Bühne sondern 2 Cousins, die schon reichlich Erfahrungen sammeln konnten. Wolfgang Löhr vom Musikverlag Dabbelju und Bernd (beides KAJUJA-Urgesteine) gründeten vor vielen Jahren bereits die Blaumänner (die ab und an wieder aktiv sind) und spielten in den unterschiedlichsten Bands. Mit den 2 Hillije lassen sie das typische Krätzchen und Couplets wieder auferstehen. Und so konnte man erstmals die Produktionen die es bisher nur auf CD gab, live präsentieren.

Im Vergleich zum letzten Jahr, wo Harry un Achim zum Teil nur Höflichkeitsapplaus erhielten, ist ihr Vortrag in diesem Jahr sehr viel stärker und wurde auch mit mehr Applaus bedacht. Olaf Bürger, als Edno Bommel aus Glauchau in Sachsen, brillierte in diesem Jahr mit seinem Vortag. Er ist kein typischer Büttenredner sondern eher ein Comedian. Für seine Geschichten mit viel huijuijuijui und „Leck mich am Besen“ bekam auch er stehende Ovationen und durfte, was eigentlich unüblich auf Vorstellabenden ist, die geforderte Zugab bringen. Und er kann nicht nur reden sondern auch singen. Auf „You sexy thing“ sang er einfach „Weil ich so sächsisch bin“. Herrlicher Blödsinn.

Positiv fiel bei den Tanzcorps in diesem Jahr die Rheinmatrosen der Großen Mülheimer KG auf, denn sie hatten sich neue Kostüme zugelegt. Auch tänzerisch konnten sie sich auf eine Stufe mit den Schlebuschern und den Domputzern stellen, auch wenn es hier und da bei den Tänzern der Korps  noch einige Unsicherheiten in den Hebefiguren gab.

Erstmals seit vielen Jahren der Zugehörigkeit durften in diesem Jahr auch die Flöckchen wieder einmal zeigen was sie draufhaben. Ob Schunkelnummer oder Partytitel, wie zum Beispiel „Schätzje schenk m‘r e Foto“ sie zeigten, wenn auch nur mit 3 Titeln, ihre musikalische Vielfalt und sind somit für fast jede Art Sitzung geeignet.

Was einmal aus einer Band werden kann, wenn man kontinuierlich an sich arbeitet, bewies die KölschFraktion mit Manni Bell, Peter Horn und FM Willizil, die als Special Act, von der KAJUJA eingeladen wurden. Sie begannen vor 33 Jahren auf dem Vorstellabend ihre Karriere und sind heute aus dem Karneval nicht mehr wegzudenken.

Die musikalischen Highlights aber waren Cat Ballou und Kasalla. Sie bewiesen, dass die Vereinigung ein gutes Händchen beim jugendlichen Nachwuchs hat und vor allem auch die jüngeren wieder an den Karneval heranführt.

Cat Ballou starteten ihre karnevalistische Tour im letzten Jahr auf dem Vorstellabend. Klar, dass hier die Messlatte schon ziemlich hoch lag. Sie durften auch als einige Band eine, vom vor allem jungen weiblichen Publikum geforderten Zugabe, erfüllen. Warum sie aber bei einem Auswahlabend in Bergisch Gladbach, von einem Kollegen öffentlich als typische Schülerband abgestempelt wurden, ist vielen ein Rätsel, denn das sie weitaus mehr drauf haben, konnten sie gestern Abend unter Beweis stellen. Allerdings könnte es eine ernstzunehmende Konkurrenz für sie geben, denn erstmals präsentierten sich Kasalla.

Wenn ein Band, die vor 3 Wochen erst ihr erstes Konzert gab und jetzt schon auf den Bühnen des Karnevals steht, heißte es entweder das sie nur durch Klüngel auf die Bühne kommen oder doch durch Qualität überzeugen. Das sie qualitativ „was drauf“ haben bewiesen sie gestern Abend eindrucksvoll. Den musikalischen Abschluss zur vorgerückten Stunde, bildeten Bajaasch die die Gäste gegen Mitternacht, mit Kölschen Titeln der Höhner und Bläck Fööss in die After-Show-Party entließen

Das die KAJUJA viel auf den Nachwuchs setzt und diesen auch fördert, bewiesen sie einmal mehr bei dem diesjährigen Vorstellabend, doch auch weitere junge Künstler stehen bei Ihnen in den Startlöchern und warten auf ihre Chance.




 
 

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