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Es war die 2. Show von Santa Colonia nach der Premiere in Schmidt und von Nervosität war bei den Künstlern und Redner nichts zu spüren. Zum einem liegt es daran, das auf der Bühne nur Profis stehen und zum anderen liegt es daran das alle viel Spass an der Show haben und si9ch somit selber keinen Druck machen. Dem Stress der Vorweihnachtszeit entfliehen und einmal abschalten.

Dies ist gestern bei der St. Sebastianus Kunibertus Schützenbruderschaft in Heimerzheim gelungen. Das dies gelang lag vor allem an der ausgewählten Künstler und Redner an diesem Abend. Von besinnlich, festlich bis hin zu Gänsehaut Momenten war alles dabei.

Den Anfang bestritt Torben Klein, der nicht nur Karneval und Kölsch kann sondern auch auf dem internationalem Parkett mit seinen Titeln besteht. Ob für die Iwichkeit in der Piano Version bis hin zum klassischen Ave Maria entführte Klein die gut 150 Besucher in eine andere Welt. Als ne Usjeflippte steht Ralph Kuhn schon lange im Karneval auf der Bühne und wer jetzt erwartete das Kuhn eine Rede hielt wurde eines Besseren belehrt. Sein „kölscher Verzäll“ über die Weihnachtszeit hatte nichts mit einer einstudierten Rede zu tun, man hatte das Gefühl, es steht jemand auf der Bühne der aus seinem Leben erzählt, keine Aneinanderreihung von Witzen, bei ihm hatte man das Gefühl einen privaten Einblick in sein Leben zu unterhalten.

Aber auch bei Anette Esser in der Type als Achnes Kasulke kam man aus dem Lachen nicht mehr heraus. Allein schon ihr knallrotes Kleid umhüllt von einem Tannenbaumnetz riss zu den ersten Lachern hin. Und mit ihrem herrlischen Verzäll kam man ausselbigen auch nicht mehr heraus und Esser kam nicht ohne Zugabe (wie bereits Torben Klein vorher) von der Bühne.

Aus Kindern werden Leute sagt man und das trifft auf Stefan Dahm komplett zu. Der mittlerweile 15-jährige steht seit 8 Jahren auf der Bühnen und entwickelt sich von Jahr zu weiter. Im feinsten Kölsch, welcher Jugendliche spricht das noch, sang er sich in die Herzen der Gäste.

 

Das beste hatte man sich wohl bis zum Schluß aufgehoben, denn es folgte der Auftritt von Domhätzjer Nadine. Im kleinen schwarzen und mit Highheels betrat sie die Bühne, aber das sollte sich schnell ändern. Denn bereits nach dem 3 Titel flogen die Schuhe in die Ecke, denn beim „Party machen“ stören sie nur. Neben ihren eigenen Titeln die auch sehr emotional waren ( Du wes immer minge Bap sin). Hier merkte man Nadine an, das ihr dieser Titel sehr am Herzen liegt. Danach folgte mit „Ävver dich“ der Übergang in die 5. Jahreszeit ehe sie das Publikum wieder mit „Halleluja“ in die Vorweihnachtszeit zurückführte. Zwischen den Auftritten nahm sich Bärchen Sester sein goldenes Buch und las kölsche Gedichte und Geschichten vor die zu Herzen gingen.

Der Vorläufer von Santa Colonia „Weihnachten in Kölle“ rief der unvergessene Manfred Wolf vor 17 Jahren ins Leben. Und seit dieser Zeit ist auch Bärchen Sester, damals noch als Nikolaus, dabei und er hat sich geschworen, dieses Erbe bis an sein Lebensende fortzuführen. Denn mit dieser Show kann man dem stressigen Alltag entfliehen, sich auf die Weihnachtszeit einlassen, nicht aber ohne ein Augenzwinkern und den Gedanken und Sinn von Weihnachten zu verlieren.

10 weitere öffentliche Termin stehen noch bis Weihnachten an und im nächsten Jahr wird Santa Colonia auch in Köln zu sehen und hören sein.

Termine gibt es hier: http://santacolonia.de/?page_id=881